Freaks auf der Suche nach sich selbst

Wir sind Freaks, Klugscheißer, Idioten. Wir können uns einiges erlauben!

Sie nennen sich Rag Union. Eine schräge Gruppe Jungs hat ihre eigene Klique geründet und versucht mit Sport und Musik etwas an der Welt zu verändern. Obwohl sie mehr planen als Aktionen ausführen, haben sie große Pläne! Triapichniy Soyuz (Rag Union) ist ein unterhaltsamer, aktionreicher Film, der aber wohl nicht jeden Geschmack trifft.

Ich hatte nach der Beschreibung im Programm, einen etwas ruhigeren Film erwartet, aber wenn Rag union eine Sache nicht ist, dann ruhig. Nach der Hälfte des Filmes geht es erst Richtig los. Schlägereien, Randale, Tod und Feuer sind nur ein Paar der Elemente, die diesen Film so spannungsgeladen machen. Aber es gab durchaus auch schöne, ruhige Momente in denen mit großer Ehrlichkeit gezeigt wird, wie unsicher die draufgängischen Jungs wirklich sind und, dass auch sie noch am Anfang des Pfades zur Selbsfindung stehen.

Für meinen Geschmack ist Rag Union gegen Ende leider etwas überdramatisiert, aber irgendwo passt das große Drama in die Flippige Welt der Rag Union. Wer Aktion im Kino will ist hier auf alle Fälle am richtigen Ort. Ist man allerdings auf der Suche nach großen Gefühlen und will Gewalt vermeiden, sollte man sich einen anderen Film aus dem Programm aussuchen. Trotzdem hat mich dieser Film mitgerissen und mir mal wieder gezeigt: auch als Mädchen, kann man einen richtigen Jungsfilm cool finden.

14.02.16, Liv Thastum

  • Liv Thastum

    Liv Thastum, *1997 in Berlin, beendet zurzeit den Master Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Sie war unter anderem für die Medien Litradio, Pfeil&Bogen und die dänische Zeitung Arbejderen tätig. Seit 2013 schreibt und leitet sie die Freien Generation Reporter:innen. Ihre deutschen und dänischen Texte wurden in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet. 2024 wurde sie für den 32. Open Mike nominiert und war Preisträgerin des WORTMELDUNGEN Förderpreises.

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