Autor: Konstantin

Konstantin interessiert sich für Film, seitdem er sich mit 10 Jahren seine erste eigene Kamera gekauft hat. Seitdem experimentiert er mit verschiedenen Medienformaten und ist inzwischen Teil der FBW Jugendfilmjury Berlin. Außerdem engagiert er sich im European Film Club der Europäischen Filmakademie und verschiedensten Beteiligungsprojekten.
Retrospektive Kplus & 14plus: Podcast-Abschluss 2026
Allgemein, Kritik, Podcast

Retrospektive Kplus & 14plus: Podcast-Abschluss 2026

In der heutigen Podcastfolge sprechen Amaru, Clara, Hannah, Johanna, Jonas, Konstantin, Leo, Liv, Luzie und Sarah über die 14plus-Sektion der Berlinale 2026. Sie teilen ihre persönlichen Eindrücke von den Lang- und Kurzfilmen, besprechen die Hintergründe der Filme und nennen ihre Favoriten für den Gläsernen Bären 2026. Ein spoilerfreier Podcast für alle Filminteressierte. Content Note: What Will I Become? (32:27-41:00) thematisiert Depressionen, Suizid,sexualisierte Gewalt und trans*Feindlichkeit. https://open.spotify.com/episode/5dQzxb4gDWCP7w6Y29e7ju?si=21aa1cc679b2417d In der letzten diesjährigen Podcastfolge haben wir - Amaru, Anna-Farida, Anouk, Emilia, Hannah, Leo, Liv H. und Liv T. - auch über das Langfilmprogramm der Kplus-Sektion gesprochen. Aus Zeitgründen haben wi...
On Families Breaking Apart – an Interview with director Mees Peijnenburg
Interview

On Families Breaking Apart – an Interview with director Mees Peijnenburg

Mees Peijnenburg is presenting his new feature A Family at this year’s Berlinale. The seasoned Generation director has come back to Berlin a fourth time to tell the Story of two siblings that bear witness to an emotional divorce by their parents. The film is split in three chapters, displaying the same events from the view of the 14 year old brother and the 17 year old sister as well as a reckoning about their shared trauma. Generation Reports (FGR): We’ve read that you’ve always wanted to tell a story about a family breaking apart. We’ve had a true intimate connection to you film. How do you connect with this story? Mees Peijnenburg: A Family started from a very personal point of view; my parents separated when I was young, and I always wanted to explore what that fracturing does to...
Was wenn Punks die Welt retteten
Interview

Was wenn Punks die Welt retteten

Ich treffe den chilenischen Filmemacher Diego „Mapache“ Fuentes in der Lobby des Hyatt-Hotels. „Mapache“, spanisch für Waschbär, ist der Spitzname, den er sich als junger Punk an einer der elitärsten Universitäten Chiles selbst gegeben hat. Er ist herzlich und freut sich, über seinen Abschlussfilm Matapanki zu sprechen, der ihn in diesem Jahr zur Berlinale geführt hat. Matapanki erzählt die Geschichte eines jungen Punks, der Superkräfte entwickelt, sobald er betrunken ist, und damit gegen politische Ungerechtigkeit kämpft. Um Matapanki zu verstehen, hilft es, einen Blick auf die chilenische Zeitgeschichte zu werfen. Während des Kalten Krieges herrschte im Land eine brutale Militärdiktatur, auf die ab 1989 eine schrittweise Demokratisierung folgte. Doch die chilenische Gesellschaft – und...
Eröffnung im Ausnahmezustand
Video

Eröffnung im Ausnahmezustand

So viele Autogrammjäger habe ich noch nie bei der Eröffnung der Berlinale Generation entdeckt. Der Cast des britischen Eröffnungsfilms "Sunny Dancers" versetzte das Haus der Kulturen der Welt kurzzeitig in den Ausnahmezustand, mit extra Polizeipräsenz und zusätzlicher Security. Bella Ramsey (Game of Thrones, The Last of us) und Neil Patrick Harris (How I Met Your Mother, Eine Reihe betrüblicher Ereignisse) eröffneten die 23. 14+ Edition der 49. Generation Sektion auf der 76. Berlinale. https://youtu.be/G-oeOydOgx0
Papaya vs. die Welt
Kritik

Papaya vs. die Welt

Mit nur einem einzigen Wort kommt „Papaya“ über 71 Minuten aus – und das ist der Titel selbst. In einer liebevollen Collage aus einfachen Formen und Fotografien erzählt der Animationsfilm die Geschichte eines kleinen Samens, der in die Welt gesetzt wird, doch keine Wurzeln schlagen möchte. Stattdessen will der schwarze Punkt die Welt erkunden, und das tut er: Er springt und kriecht, beobachtet und versteckt sich. Neben den fliegenden Samen des Löwenzahns, die er beneidet, findet er schließlich in ein Industriegebiet, das die Magie der Natur in eckige Boxen packen möchte. Priscilla Kellen (Regie und Drehbuch) betrachtet so die Beziehung zwischen dem Leben der Natur und der scheinbar leblosen Industrie auf eine lebensfrohe Art. Als ich im Abspann den Namen von Alê Abreu als Produzenten...
Gemeinsam
Kritik

Gemeinsam

Mit nichts als einem Campingwagen und ihrer Gemeinschaft ausgestattet, zieht eine Gruppe 20-Jähriger über das griechische Land. Niemand bestimmt ihre Route, sie fahren einfach den Straßen entlang. Unterwegs helfen sie Menschen, die in Armut leben, ihre Wäsche zu waschen. Als Chloe (Daphné Patakia) sich in ihrem Zuhause in Athen nicht mehr sicher fühlen kann, bricht sie auf und wird von der Camping-Crew aus dem Auto eines gewalttätigen Mannes gerettet. Von deren Gemeinschaft inspiriert, entscheidet sie sich, ihnen für ein Stück zu folgen. I Argries Meres Mas fühlt sich nach dem ultimativen Roadtrip-Movie an. Mit wunderschönen und warmen Bildern des griechischen Sommers bringt Regisseur Vasilis Kekatos seine Utopie von Jugend auf die Leinwand. Er belebt eine Idee von Gemeinschaft wieder, ...
Nah und doch fremd
Kritik

Nah und doch fremd

Abende wurden gemeinsam verbracht, es wurde gelacht, geweint, sich geärgert und gewundert. Blätter sind an den Ästen gesprossen, Referate wurden vorbereitet, Karteikarten beschriftet und Prüfungen geschrieben. Alle Prüfungen, bis zum Schluss. Noch ein letztes Mal kommen die Schüler:innen des Abschlussjahrgangs einer religiösen Highschool in Brooklyn zusammen, um sich zu erinnern. Sie folgen einem Ritual ihrer Religionsgemeinschaft, dem Quäkertum. Dabei schweigen alle Mitglieder der Gemeinde gemeinsam in einem Raum. Währenddessen können alle Anwesenden jederzeit aufstehen und einen Eindruck teilen. Danach wird weiter geschwiegen, um das Gesagte zu reflektieren. Das Treffen nimmt eine unerwartete Wendung, als eine Schülerin zugibt, sich den anderen niemals verbunden gefühlt zu haben. „Qua...
Weltreise durch Schmerz und Euphorie
Kritik

Weltreise durch Schmerz und Euphorie

Es ist Donnerstagabend, Saal 8 des CineStar CUBIX Kinos am Alexanderplatz ist komplett gefüllt. Besonders viele junge Freundesgruppen scheinen die späte Vorstellungszeit zu nutzen, um unter der Woche nach der Schule noch ein paar Kurzfilme zu schauen. Das Kurzfilmprogramm zwei der Sektion Generation 14+ nimmt uns in diesem Jahr mal wieder auf eine Reise um die ganze Welt mit. Wir beginnen in Brasilien mit „Lapso“ der Regisseurin Caroline Cavalcanti. Dort kreuzen sich die Wege von Bel und Juliano in einer Stadtbibliothek, in der die beiden Sozialstunden leisten. Die Blicke und Herzen der beiden treffen sich schnell. Einfühlsam begleitet der Film die Geschichte ihrer Annäherung, die besonders dadurch interessant wird, dass Bel fast vollständig taub ist. In der Hingabe, mit der J...
Okay, kiddo
Kritik

Okay, kiddo

Genau wie in Hollywood rast der klapprige, alte Chevrolet mit Lu und ihrer Mutter über die Landstraße. Bonny und Clyde. Kiddo und Mom. Als die elfjährige Lu eines Tages eine SMS bekommt, steht kurz darauf ihre Mutter in der Tür des Kinderheims und lädt sie auf einen verbotenen Roadtrip ein. Hin- und hergerissen zwischen dem Alltag und seinen Regeln und der Sehnsucht nach ihrer Mutter, stürzt sie sich ins Abenteuer. Aber heute Abend sind wir aber wieder zurück?! Natürlich nicht.© Studio Ruba„Die wirklich guten Filme sind in schwarz-weiß“, erklärt Mutter Karina. Sie selbst hat Lu natürlich nur verlassen, um ihre Karriere in Hollywood zu verfolgen. Hollywood greift „Kiddo“ thematisch und in seinem Stil immer wieder auf und nutzt es, um auf spielerische Art durch Lus Augen auf die Welt zu blic...
„I stopped believing in the power of cinema“
Interview

„I stopped believing in the power of cinema“

"My ne zgasnemo (We Will Not Fade Away)" is the new documentary of award-winning Ukrainian director Alisa Kovalenko and premiered at the Berlinale 2023 in the Generation 14+ section. Her film closely follows the lives of five teenagers in the embattled Donbass region just before the Russian invasion in February 2022.    © Alisa Kovalenko Freie Generationen Reporter:innen: Alisa, after the Russian invasion, you decided to join the armed forces of Ukraine and fight at the frontline. When and why did you decide to go back to working on your documentary? Alisa Kovalenko (Director): After the Russian invasion, I stopped believing in the power of cinema. I felt useless as a documentary directory. My entire system collapsed, and I felt like I needed to ...