Autor: Livia Palupski

Livia fasziniert die Kraft des Kinos. Wie es Individuen zusammenbringt, Lebensrealitäten sichtbar macht und den Fokus für 1 1/2 Stunden aus der Selbstzentriertheit zwingt. Sie liebt die Perspektive aus dem Kinosessel. Das stille Zuschauen und den lauten Diskurs danach. Darum ist sie hier mit dabei.
Filmgespräch zu „En Route To“
Kritik, Podcast

Filmgespräch zu „En Route To“

In der heutigen Podcast-Folge sprechen Clara, Jil, Johanna, Jonas, Livia und Sarah über den südkoreanischen Langfilm "En Route To" aus der 14plus-Sektion der Berlinale 2026. Dabei teilen sie ihre persönlichen Eindrücke kurz nach der Weltpremiere und versuchen die Gefühle festzuhalten, die der Film bei ihnen ausgelöst hat. Da die sechs gerade aus der Vorstellung kommen, kann es Spoiler geben. https://open.spotify.com/episode/0SkUdeCYGKqBFiPuZoci51?si=6dd766ae0cba47e8
Das Beste für die Kinder
Kritik

Das Beste für die Kinder

Eine Kritik zu A FAMILY Wöchentliches Tasche packen. Wöchentliches Wechseln. Von Mama zu Papa. Von einem Streit zum nächsten. In dem belgisch-niederländischen Film „A Family“ geht es um die Perspektive der Kinder, wenn die Eltern sich trennen. Um ihre Innenwelt, ihre Gedanken, Gefühle. Ihre Reaktionen und Meinungen. Nina und Elis Eltern haben sich getrennt und befinden sich aktuell im Sorgerechtsstreit, in welchen die Kinder überfordernd viel einbezogen werden. Sie sollen die Entscheidungsträger*innen bei den viel zu großen Aufgaben sein und den relevanten Rest der Sache reißen die Erwachsenen an sich.  Wie geht man mit einer solch alles verändernden Sache um? Eine Sache die nicht mit einem, sondern für einen entschieden wird. Die man nicht will. Und die trotzdem...
French Rap als Erbe
Kritik

French Rap als Erbe

Eine Kritik zu Têtes brûlées Wie kann ein junger Mensch mit dem Verlust eines Geliebten umgehen? Wie hält man den Schmerz aus, wo ist Raum für ihn? Und wo nimmt man die Kraft her, weiterzumachen? Mit diesen Fragen ist die zwölfjährige Eya konfrontiert, als plötzlich, aus dem Nichts, ihr großer Bruder Younes stirbt. Trotz der 13 Jahre Altersunterschied sind die beiden einander die engsten Bezugspersonen gewesen. Immer und überall füreinander da. Younes spielt die zentralste Rolle in Eyas Leben. Er war Freund, Wegbegleiter, Vorbild und Helfer in Not.  Die Beziehung der beiden war geprägt von Zärtlichkeit, Verständnis, Fürsorge und Stolz. Stolz, der auf Gegenseitigkeit beruht. Man sah ihn in ihren Augen, wenn er sie mit dem Roller von der Schule abholte. Und man sah ihn in seinen Augen, we...
Die selbsternannten Künstler*innen
Kritik

Die selbsternannten Künstler*innen

Eine Kritik zu UMIBE È IKU MICHI - SOMMERLICHE ZUFÄLLE Eine schwarze Katze, eine Maklerin, eine Meerjungfrau und eine Pfeife in Form eines Kanarienvogels. So zusammenhangslos diese Dinge auf den ersten Blick scheinen, so zusammenhangslos bleiben sie auch den gesamten Film über. Viele Geschichten, viele Figuren und am Ende weiß man nicht mehr wirklich, wer wer ist. Aber das macht nichts. Dieser Film benötigt keine Stringenz, kein klassisches von Vorne bis Hinten und erst recht kein vollkommenes Auserzählen jeder Handlung. Er wird der Fantasie der Zuschauer*innen überlassen. Wir befinden uns in Japan, in einer Stadt am Meer, irgendwo zwischen Fiktion und Realität. Es ist heiß, es sind Sommerferien und sowohl für die Einwohner*innen als auch die Besucher*innen des Küstenstädtchens b...