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“Because movies and art can be dreamlike” – Interview with Dash Shaw
Interview

“Because movies and art can be dreamlike” – Interview with Dash Shaw

Interview about the film CryptozooThe open-air cinema Rehberge is filling up more and more. The director of the film "Cryptozoo" Dash Shaw is invited on stage to receive the honorable mention for the best feature film from the international jury. After he says a few words about his film and leaves the stage, it gets quiet and the film starts. We walk out of the film with Dash Shaw to ask him a few questions: fGR (free generation reporter): The whole movie is really incredibly special animated. So first of all, I wanted to ask how was the process of the animation? Dash Shaw (director): It was first storyboarded. So then the storyboards kind of become the division of labor of how everything is organized. And then there's a casting process of casting different artists to do different backgrou...
Wo blutverschmierte Wale Normalität sind
Kritik

Wo blutverschmierte Wale Normalität sind

Eine Kritik zu From The Wild Sea.Es sind Bilder, die nahegehen müssen. Minutenlang kämpft eine kleine Robbe in der Auffangstation um ihr Leben. Minutenlang ist selbst den freiwilligen Helfer:innen nicht klar, ob sich das kleine Pelzknäul noch quält oder schon tot ist. Dann ist klar: es wird es nicht schaffen. Die Infektion war schon zu weit fortgeschritten. Schicksale wie diese gibt es in den letzten Jahren immer häufiger entlang der Atlantikküste – wie hier im britischen Cornwell. Grund ist die Klimaerwärmung, die Stürme und Unwetter begünstigt und Meereslebewesen in ihrer Wucht brutal an die Küsten spült. From the Wild Sea zeigt die schonungslose Wahrheit: einen 19 Meter langen blutverschmierten Wal, der auf Felsen gestrandet ist und dessen Gewicht seiner eigenen Organe ihn langsam aber...
Die letzte Station
Kritik

Die letzte Station

Eine Kritik zu Jong chak yeokVier junge Schülerinnen die Teil eines Fotografie-Klubs sind bekommen die Aufgabe, mit altmodischen Kameras über die Sommerferien ein Foto vom Ende der Welt zu machen. Sie kommen auf die Idee, bis ans Ende einer Bahnlinie zu fahren, um dort die Fotos zu schießen. Doch der Ausflug verläuft anders als geplant, das Ende der Bahnlinie sieht nämlich gar nicht so richtig nach dem Ende der Welt aus. So verlängert sich ihr Ausflug über den Tag hinweg, und die vier Freundinnen streunen durch das ländliche Korea - lachend, hartnäckig und wissbegierig. Jong chak yeok ist eine der Sorten Film, die - Festivalgänger und gekonnte Streuner der Filmlandschaft mal ausgenommen - den meisten Leuten verwehrt bleibt. Filme ohne wirkliche Struktur, ohne gewisse Punkte in Charakteren...
Die letzten Tage
Kritik

Die letzten Tage

Eine Kritik zu Last Days At Sea Meeresrauschen und eindrucksvolle Naturaufnahmen. Viele Gespräche aus dem Off, die mit anderen Bildern untermalt sind. In Last Days At Sea begleiten wir mit Regisseurin und Kamerafrau Venice Atienza den Jungen Reyboy, der seine letzten Tage am Meer in seinem abgeschiedenen Heimatdorf verbringt, bevor er für die weiterführende Schule in die Stadt zieht. Von Anfang an kommt das Gefühl von Familie und Geborgenheit auf. Die Dorfbewohner*innen nehmen Venice offen und herzlich auf, sodass sich auch das Publikum schnell zuhause fühlt. Nicht die Handlung überzeugt in diesem Film, sondern das Beobachten. Ein Gefühl von Sommer und Leichtigkeit kommt auf. Für etwas über eine Stunde entziehen wir uns dem Stadtalltag und landen am Meer. Graben die Füße in den Sand, gehen...
„You’ve always been there, you’ve never let me down. And you’ll always be my family“
Kritik

„You’ve always been there, you’ve never let me down. And you’ll always be my family“

Eine Kritik zu La MifLaute Auseinandersetzungen und Rangeleinen, dann wieder versöhnendes Tischkicker-Spielen und Gespräche über die neu entdeckte Sexualität, Ängste oder Gott und die Welt. „La Mif“ portraitiert eine Gruppe junger Mädchen, die zusammen in einem Kinder- und Jugendheim leben. Jede hat ihre eigene Geschichte und Probleme, eines haben sie alle gemeinsam: Sie können nicht bei ihren Eltern leben. Die Betreuer:innen tun ihr Bestes, um den Jugendlichen ein sichereres und vertrauenswürdiges Zuhause zu geben und müssen dabei so einige Probleme und Schwierigkeiten überwinden. Teilweise fiktional, teilweise dokumentarisch erzählt der Regisseur und Drehbuchautor Fred Baillif vom gemeinsamen Leben in der Wohneinrichtung, indem er nacheinander den Alltag, die Probleme und Gefühlswelt je...
Im Spagat zwischen Bedrohung und Glückseligkeit
Kritik

Im Spagat zwischen Bedrohung und Glückseligkeit

Eine Kritik zu Ensilumi.Märchenhafte Sommertage, Kindergelächter, heile Welt. In Ensilumi stehen sich die Idylle des Sommers und eine sich innig liebende Familie der Realität gegenüber, die sich unweigerlich und bedrohlich ankündigt.Auf engstem Raum, in einer Ein-Zimmer-Wohnung, lebt die Familie von Ramin - dicht auf dicht mit anderen Flüchtlingsfamilien. Es ist nur eine temporäre Unterkunft - sie hoffen darauf, dass ihnen dauerhaftes Asyl in Finnland gewährt wird. Die Eltern erstrahlen geradezu vor Liebe und versuchen alles, um den Kindern die Situation so angenehm wie möglich zu machen. Sie bemühen sich, ihre Schützlinge von den Sorgen einer drohenden Abschiebung abzuschirmen. Doch in nur einem Zimmer ist das nicht immer einfach. Selbst das Badezimmer ist nur mit einem kleinen Vorhang ab...
Autismus – mehr als nur ein Klischee!
Hintergrund

Autismus – mehr als nur ein Klischee!

Ein Mensch, der sehr in sich gekehrt wirkt, sich nicht anfassen lässt und kaum mit der Außenwelt kommunizieren kann. Das ist das Bild, das viele Menschen von Autist*innen haben. Aber Autismus ist deutlich vielfältiger. Deshalb wird heute meist der Begriff Autismus-Spektrum-Störung verwendet. Denn Autismus erstreckt sich von geistiger Behinderung und kaum ausgeprägter Sprache bis hin zu Hochbegabung mit voll entwickelter Sprache. Ein Hauptmerkmal sind Auffälligkeiten in der sozialen Interaktion und Kommunikation. Aber wie äußert sich die genau? Für Andere wirkt es häufig als ob Autist*innen in ihrer eignen Welt leben: zurückgezogen, schweigsam, wenig Kontaktverhalten. Aber es gibt auch Autist*innen, die distanzlos und eigenartig in ihrem Kontaktverhalten wirken. So reden einige Autist*innen...
Ein leiser Film mit lauter Botschaft
Kritik

Ein leiser Film mit lauter Botschaft

Eine Kritik zu Una Escuela en Cerro Hueso.Emas Familie fällt auf. Sie ist weiß, aus der Großstadt und auch Ema ist nicht wie die anderen Kinder in der ersten Klasse der neuen Schule. Nur, wer die Filmbeschreibung gelesen hat, weiß: Die sechsjährige Ema hat Autismus. Eine Entwicklungsstörung, die sich oft im sozialen Umgang und in der Kommunikation bemerkbar macht. Dem Publikum bleibt diese Information jedoch vorenthalten, erst am Ende des Films fällt das Wort Autismus. Dadurch gelingt es der Regisseurin Betania Cappato, einen vorurteilslosen Raum zu schaffen, in dem die Zuschauenden den Alltag der kleinen Ema unvoreingenommen erleben können. Una Escuela de Cerro Hueso besteht fast bruchstückhaft aus chronologisch aneinandergereihten Segmenten, stets getrennt durch einige Sekunden schwarz...
Schöne Bescherung
Kritik

Schöne Bescherung

Eine Kritik zu Ninjababy.Die 23-jährige Rakel führt ein ziemlich normales Leben - geht gerne feiern, trinkt, probiert sich aus und genießt die Unbeschwertheit einer Zwanzigjährigen. Bis sie eines Tages vollkommen aus dem Nichts herausfindet schwanger zu sein, und das sogar schon im 7. Monat! Von einer auf die andere Sekunde ist Rakels Leben auf den Kopf gestellt - anstelle von Fragen wie was es heute zu Essen gäbe, auf welche Party sie gehen möchte oder in welche Richtung sie ihr Leben nach dem abgebrochenen Studium gestalten möchte, muss Rakel sich plötzlich damit beschäftigen wer der Vater des ungeborenen Kindes ist und was für Möglichkeiten es gäbe mit einer ungewollten Schwangerschaft umzugehen. Zum Glück stehen Rakel auf dieser Achterbahnfahrt der Gefühle ihre Mitbewohnerin Ingrid und...
Unverhoffte Freundschaft
Kritik

Unverhoffte Freundschaft

Eine Kritik zu Nelly Rapp - MonsteragentJedes Jahr gibt es ihn, den Kinderfilm bei der Berlinale, der die Leichtigkeit ins Programm bringt und auch die Kleinsten ins Kino lockt. Dieses Jahr ist es Nelly Rapp - Monsteragent von Amanda Adolfsson aus Schweden.Nelly (Matilda Gross) unterscheidet sich in allem möglichen von anderen Kindern in ihrem Alter. Sie mag es blutrünstig und dramatisch in ihren Geschichten. Schrille Farbkombinationen sind immer mit dabei. Und sie ist nicht auf den Mund gefallen. Als ihr Vater sie für die Herbstferien bei ihrem Onkel unterbringt, findet sie heraus, dass sie einer Familie von Monsteragent*innen angehört und auch ihre verstorbene Mutter eine solche Agentin war. Prompt sieht sie ihr nächstes Ziel vor Augen: selbst Monsteragentin werden. Aber als sie sich Aug...