Schlagwort: kurzfilm

Kritik

Rote Fäden der Kindheit

For English VersionIst Kindheit überall identisch, kann man Kindheit für alle gleich definieren? Ganz gewiss nicht: mit den Kurzfilmen 2 in KPlus bekommt das Publikum sechs Kurzfilme aus sechs verschiedenen Ländern zu sehen, die uns ganz individuelle Einblicke in die Kindheit unterschiedlicher Kulturen oder Schichten gibt. YoverYover steht morgens auf, setzt sich auf sein Lastenrad um Lebensmittel und andere Dinge an Bewohner des Dorfes auszutragen. Der Film begleitet den Jungen einen Tag lang von morgens bis abends und gibt einen Einblick in den Alltag in einem kleinen kolumbianischen Dorf. Durch viele schöne Einstellungen kann man das Dorf am Regenwald bewundern, und auch wenn Cover inhaltstechnisch nicht sehr ausgeweitet ist, genießt man die 14 Minuten, in denen man in die Rolle eines K...
Kritik

Kurzfilmrolle 2

For English VersionPaper CraneDas Portemonnaie ihres Vaters verstecken. Mit dem Ball der Nachbarskinder spielen. Es gibt so viele Dinge, mit denen Sora versucht, ihrem Leben Freude und Abwechslung zu bieten. Denn alles, was ihre Eltern und Großmutter von ihr wollen und schätzen, sind gute Schulnoten und ihre Violinenfertigkeiten. Zu ihrem Geburtstag sind nicht einmal Freunde eingeladen. Paper Crane berichtet von den unerhörten Wünschen eines Mädchens, das keine richtige Kindheit zu haben scheint. Mit vielen Nahaufnahmen und Standbildern von Gegenständen ihrer Sehnsucht zeichnet Tarumi Kawakami das trostlose Bild von Sora, die sich nichts sehnlicher wünscht, als eine normale Kindheit. Fire in Cardbord CityDas finale Feuerwerk der Kurzfilmrolle 2 von KPlus. In einer Stadt, die aus Pappkarton...
Das Band zwischen Mutter und Kind
Kritik

Das Band zwischen Mutter und Kind

Von dem Momentan an, an dem wir beginnen zu Existieren sind Mutter und Kind verbunden und bis wir sterben bleiben wir es. In der Achterbahn des Lebens verlieren wir uns aus den Augen und finden uns wieder, Hindernisse werden zu Konflikten, Kleinigkeiten zu Streit – jeder Mutter-Kind Beziehung ist anders - aber egal wie, verbunden bleiben wir immer.Auch die Filme im diesjährigen Berlinale Generation Programm beschreiben die einzigartige Beziehung zwischen Mutter und Kind. Viele Drehbuchautoren und Regisseure behandeln dieses Thema, aber es gibt drei Filme des Generation Programmes, die die Beziehung zwischen Mutter und Kind auf eine ganz besondere Art und Weise umzeichnen. Alle drei Filme erzählen gänzlich unterschiedliche Geschichten, doch am Ende ist es egal aus welchem Teil der Erde die ...
Kritik

In der Kürze liegt die Würze

Dieses Jahr fällt mir eine Sache besonders auf, einige Filme dauern länger als sie müssten. Und trotzdem würden sie, auch gekürzt, nicht an Qualität verlieren oder an Inhalt.Ein Beispiel, bei dem es mir zwar aufgefallen ist, aber es mich nicht sonderlich gestört hat ist "303". Ein Film der mir sehr gefallen hat und der durchaus Gewinnerqualitäten hat, denn er überzeugt... Die Gespräche zwischen Jan und Jule - welch Tiefe in Ihnen liegt hat mich umgehauen! Es geht um Liebe, Beziehungen, die Gesellschaft, das Aussterben der Neanderthaler und, und, und... Und Mala Emde und Anton Spieker spielen ihre Rollen ganz bezaubernd! Dennoch hätte der Film etwas kürzer sein können und ist mit 145 Minuten ein ziemlicher Brocken. Was im HKW (und noch dazu abends) am Ende etwas anstrengend war. Zwei andere...
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Überraschend und immer nah an unserer Realität…

so sind Kurzfilme für mich. Ein großes Mischmasch aus verschiedenen Welten, viele davon sind neu für uns, doch fast immer finden sich Parallen zum eigenen Leben. Oder man findet wenigstens etwas interessantes an ihnen. Neue Formen der Kunst oder neue Themen, die noch nie in einem, von mir gesehenen Film, behandelt wurden. Je fais où tu me dis Sarah. Reiches Elternhaus. Web Cam Girl wird zur Pflegerin und ist transsexuell. Sexualtherapeut kommt dann 3 Mal pro Woche, ja? Mutter verbittert, Vater schweigsam. Fetischparty. Nackte Frauen auf einer Wiese. Mann mit Bäumen.Klingt verstörend? War speziell. In kurzen Momentaufnahmen erzählt Regisseurin Marie de Maricourt die Geschichte von Sarah. Einer jungen Frau, die rebellieren will, ihren Eltern die Stirn bieten will und vor Allem eines... Sie w...
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"Ich wünschte, ich könnte dich vergessen"

For English VersionLiebe. In all ihren Formen und Farben. Maryanne und Tobi kündigten das bei der Eröffnung bereits an, aber ist etwas anderes, die Filme selbst anzuschauen, sie in sich aufzunehmen und sich mit all diesen Arten der Liebe zu befassen. Die Kurzfilmrolle 1 von 14Plus war eine solche Gelegenheit. So fängt „Playa“ in außergewöhnlichem Format ein, wie groß die Liebe zwischen zwei Menschen sein kann, wie unendlich sie zunächst scheint. Und wie schnell man sich letztendlich doch aus den Augen verliert. Wir lauschen den Gesprächen der beiden Verliebten, während in Super 8 und Super 35 aufgenommene Filmrollen auf der Leinwand abgespielt werden. Die hakeligen Bilder sorgen dafür, dass den Worten der Sprechenden noch mehr Beachtung geschenkt wird, bedürfen allerdings auch einiger Gewö...