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The language of music – interview with composer Peyman Yazdanian
Interview

The language of music – interview with composer Peyman Yazdanian

One of the most touching films of this year's Berlinale screened in the Generation K+ Section was the Chinese film Zhi Wu Xue Jia - The Botanist by Jing Yi. A film that takes us to a small village at the Chinese border close to Kasachstan. For its touching portrayal of the region, its enrichment to the discourse on the human-nature relation and its stunning pictures The Botanist receives this year's Grad Prix for Best Feature Film in the Generation K+ section. I was deeply touched by this film and especially by the wonderful music, that transported the beauty and melancholy of the pictures. Therefore I asked composer Peyman Yazdanian for an interview. Peyman is an Iranian pianist and music composer. He is internationally known for his compositions for both national and foreign feature fil...
„Life is complex sometimes and that’s okay. You don’t have to be afraid of it.“ – An interview with Eric San, the director of Space Cadet
Interview

„Life is complex sometimes and that’s okay. You don’t have to be afraid of it.“ – An interview with Eric San, the director of Space Cadet

The animated, dialogue-free film Space Cadet is part of this years Generation Kplus program and is centered around the beautiful relationship between the young girl Celeste and her guardian Robot. We had the chance to meet up with director Eric San at a café close to Filmtheater am Friedrichshain after one of the screenings. Sadly, we had to cut a majority of the fascinating and very pleasant, one-hour-long conversation. Here are some excerpts on the film, it’s themes, music and history and on the way kids deal with complex emotions. Freie Generation Reporter:innen (FGR): In general, how are you enjoying the Berlinale so far? How are the different screenings? Eric San: The premiere at HKW was wonderful. There was a full house, a thousand people or something, and just that real elect...
Rain exhausts over Assam
Film and Poetry, Review

Rain exhausts over Assam

A poem in reaction to the film "Village Rockstars 2" by Rima Das (for Rima Das and the women of Kalardiya) when flood comesthe river lives in our house for a whilethe bed gets wetthe grain drowns I only cry when I'm alone,says the motherI want to be small again,says the daughter men want to buy the landheavy machines will carve cracks into the landscapeasphalt will pour over the fieldsmoney will change hands mother and daughter know:there was once a forest herethere once was a river tree bleeds, resin drips trees will be felledbikes will rustsongs will be sungthe field will remain ours
Systemkritisches Drama mit viel Herz und Humor
Review

System-critical drama with a lot of heart and humor

eine Kritik zu „Sunshine"Mehr zu dem Schwangerschaftsrecht auf den Philippinen könnt ihr hier lesen. Sunshine steht auf der Turnmatte, auf ihrem Wettkampfsanzug prangt die philippinische Nationalflagge. Um sie herum wird alles still. Sie schließt die Augen, volle Konzentration. Musik setzt ein, Leute jubeln, Sunshine öffnet die Augen, lächelt und setzt zur Performance an. In die philippinische Nationalmannschaft zu kommen und bei Olympia bei der Rhythmischen Sportgymnastik für ihr Land anzutreten ist Sunshine’s (Maris Racal) größter Wunsch. Seit über 10 Jahren trainiert sie dafür täglich, alles dreht sich um den Sport und ihr Ziel ist zum Greifen nahe - als sie plötzlich im Training ohnmächtig wird und durch den danach heimlich gemachten Schwangerschaftstest erfährt, dass sie schwa...
Warten bis es dunkel wird – über eine der gefährlichsten Migrationsrouten Amerikas
Film and Poetry, Background, Review

Waiting until it gets dark – about one of America's most dangerous migration routes

Kritik, Hintergrundartikel und Gedicht zum Kurzfilm Atardecer en América Und plötzlich drückt sich eine unkontrollierte Traurigkeit aus dem Bauch nach oben, und ich weine. Ich sitze da vor meinem Computer, mitten in der Recherche, und muss weinen. Ich sehe die Bilder des Kurzfilms wieder auftauchen, sehe die Landschaft – die Altiplano-Hochebene – verschwinden, die Menschen, Tiere und Natur verschwinden. Sehe Menschen sterben. Höre die Schlagwörter der Artikel, die ich gelesen habe: Venezuela – zweitgrößte Fluchtbewegung weltweit, 7,7 Millionen Menschen, dazu Klimaflüchtlinge, Trockenheit, Temperaturanstieg, 7.000 Kilometer von Venezuela nach Chile, Dunkelziffern. „Atardecer en América“ – Sonnenuntergang über Amerika heißt der Kurzfilm, der mich so stark bewegt und zu der Recherc...
Leichtigkeit und Stärke im Einklang mit der Natur
Review

Lightness and Strength in Harmony with Nature

Eine Kritik zu Village Rockstars 2  Mit Village Rockstars 2 kommt Rima Das zur Berlinale zurück. 2019 erhielt sie mit Bulbul Can Sing die Lobende Erwähnung der Internationalen Jury von Berlinale Generation, 2020 war sie selbst Teil der Internationalen Jury. Jetzt also folgt Village Rockstars 2, die Fortsetzung eines Spielfilms aus dem Jahr 2017, den man jedoch nicht gesehen haben muss, um sich auf diesen Film einzulassen. Tatsächlich untergräbt der Titel, als reine Fortsetzung daherkommend, ein bisschen, wie wertvoll und eigenständig dieser Film ist.  Was von Beginn an ins Auge sticht, sind die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen. In satten Farben wird die Natur von allen Seiten beleuchtet. Sie spielt eine zentrale Rolle und ist mehr als nur eine Kulisse — der Protagonist...
Zwischen Tradition und Selbstbestimmung
Background, Review

Between Tradition and Self-determination

eine Kritik zu „Uiksaringitara“. Mit der Weltpremieren von „Uiksaringitara“ (The Wrong Husband) kehrt Regisseur Zacharias Kunuk nach einigen Jahren wieder in das Berlinale Programm zurück und zieht damit nicht nur Generation Blicke auf sich. Kunuk gilt als einer der bedeutendsten Inuit Filmschaffenden und mitbegründete die erste unabhängige Inuit-Produktionsfirma, Isuma. Isuma soll Inuit Filmschaffenden eine Plattform geben und Selbstbestimmung ermöglichen. Seit den 1990er Jahren produziert und führt Kunuk Regie bei Filmen von, mit und über Inuit und gewann mehrere Preise. Wie auch Kunuks vorherige Filme erzählt „Uiksaringitara“ also die Geschichte von Menschen aus der Community der Inuit: Ausgangspunkt ist das in der kanadischen Arktis gelegene Gebiet Nunavut vor 4000 Jahren. Kauja...
Zusammen wird alles gut!
Review

Together it's going to be okay

eine Kritik zu "It's okay". Tanzen steht im Mittelpunkt von In-youngs (Lee Re) Leben. Auch ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter gibt ihr das Tanzen Trost und Gefühle von Stärke und Sicherheit, weil auch für In-youngs Mutter das professionelle Tanzen ein Traum war, den In-young ihr und sich selbst erfüllen möchte. Nach außen wirkt In-young immer glücklich und lebensfroh, innerlich muss sich die Teenagerin mit Problemen zurechtfinden, mit denen niemand in ihrem Alter konfrontiert werden sollte: Seit dem Tod lebt In-young alleine, hat keinen Vormund und versteckt sich vor dem Jugendamt, welches immer mal wieder an der Tür auftaucht. Mit ihrem kleinen Minijob in einem Convinience-Store lässt sich die Miete aber kaum stämmen, weshalb In-young aus der Wohnung fliegt und kurzerhand entschließt ...
Von starken Töchtern und Müttern
Background

About strong daughters and mothers

eine Kritik zu "Reinas" Lima, Peru, 1992. Politisch und wirtschaftlich steht das Land vor Krisen und Herausforderungen. Während die Wirtschaft in sich zusammenbricht und eine drastische Inflation die Bürger:innen belastet, stehen Terror und Gewalt auf der politischen Agenda. Im April 1990 stehen Wahlen an, die Alberto Fujimori mit seiner neu gegründeten Partei „Wechsel 90“ gewinnt. Er gilt in der Bevölkerung als politischer Außenseiter, der sich für die benachteiligte Gruppen einsetzt und gegen den Terrorismus und die Korruption vorgehen will. Den Terrorismus bekämpft er mit seiner Politik vermeindlich, indem Waffen an Gemeinden ausgegeben werden, um sich gegen den Terror wehren zu können. Zudem wird von exekutiver Seite nicht mehr gegen einen Grundterror vorgegangen, sondern verein...
Ein queerer Safer Space auf VHS
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A queer safer space on VHS

eine Kritik zu Huling Palabas 2001 in Roblon, einer kleinen Inselprovinz auf den Philippinen. Der 16-jährige Andoy (Shun Mark Gomez) steht vor den letzten Prüfungen seiner Schulzeit, was mit vielen Veränderungen in seinem Leben einher geht. Um so mehr genießt er die letzte Zeit mit seinem besten Freund Pido (Bon Andrew Lentejas). Täglich holt Pido Andoy mit seinem rot-braunen, rostigen Fahrrad von der Schule ab und sie fahren zum nächsten Filmverleih des Ortes, um Stunden damit zu verbringen sich die Filmbeschreibungen der VHS-Kassetten durchzulesen und zu überlegen welche Filme sie wohl ausleihen und abspielen würden, wenn sie nur einen VHS-Player hätten. Fast jeden Abend gehen die beiden zu einem Freund, der in seinem Haus auf seinem kleinen Fernseher Filme zeigt. Die Filme geben And...