Autor: Clara

Für Clara ist die Berlinale seit vielen Jahren wie eine Art 5. Jahreszeit, in der sich in eine eigene kleine Welt außerhalb des Alltags gestürzt werden kann und durch unterschiedlichste Filme im Generation-Programm Einblicke in Geschichten von jungen Protagonist:innen bekommen kann. Im mittlerweile siebten Jahr mit den fGR freut sich Clara auf viele unvergessliche Filme, anregende Diskussionen, spannende Interviews und vor allem auf die einzigartige Berlinale Stimmung!
Retrospektive Kplus & 14plus: Podcast-Abschluss 2026
Allgemein, Kritik, Podcast

Retrospektive Kplus & 14plus: Podcast-Abschluss 2026

In der heutigen Podcastfolge sprechen Amaru, Clara, Hannah, Johanna, Jonas, Konstantin, Leo, Liv, Luzie und Sarah über die 14plus-Sektion der Berlinale 2026. Sie teilen ihre persönlichen Eindrücke von den Lang- und Kurzfilmen, besprechen die Hintergründe der Filme und nennen ihre Favoriten für den Gläsernen Bären 2026. Ein spoilerfreier Podcast für alle Filminteressierte. Content Note: What Will I Become? (32:27-41:00) thematisiert Depressionen, Suizid,sexualisierte Gewalt und trans*Feindlichkeit. https://open.spotify.com/episode/5dQzxb4gDWCP7w6Y29e7ju?si=21aa1cc679b2417d In der letzten diesjährigen Podcastfolge haben wir - Amaru, Anna-Farida, Anouk, Emilia, Hannah, Leo, Liv H. und Liv T. - auch über das Langfilmprogramm der Kplus-Sektion gesprochen. Aus Zeitgründen haben wi...
Filmgespräch zu „En Route To“
Kritik, Podcast

Filmgespräch zu „En Route To“

In der heutigen Podcast-Folge sprechen Clara, Jil, Johanna, Jonas, Livia und Sarah über den südkoreanischen Langfilm "En Route To" aus der 14plus-Sektion der Berlinale 2026. Dabei teilen sie ihre persönlichen Eindrücke kurz nach der Weltpremiere und versuchen die Gefühle festzuhalten, die der Film bei ihnen ausgelöst hat. Da die sechs gerade aus der Vorstellung kommen, kann es Spoiler geben. https://open.spotify.com/episode/0SkUdeCYGKqBFiPuZoci51?si=6dd766ae0cba47e8
Der legendäre Berlinale-Schal oder 20 Jahre Berlinale Family
Interview

Der legendäre Berlinale-Schal oder 20 Jahre Berlinale Family

im Interview mit einer treuen Berlinale Gängerin 2005 wurde ich das erste Mal von meiner Mutter mit auf die Berlinale genommen, und von fast allererster Stunde war Suse dabei, mit der ich seit dem jedes Jahr auf die Berlinale gehe und ganz viel gemeinsame Fetsival Geschichte teile. Ich habe mich schon immer gefragt, wie sieht die Berlinale für einen Menschen aus, der seit 20 Jahren das Festival besucht? Am Mittwochnachmittag treffe ich Suse im Cafe an der Urania, um uns über gemeinsame Berlinale Zeiten zu unterhalten. freie Generation Report:innen: Vielleicht erst mal zum Einstieg: wie bist Du zur Berlinale gekommen und kannst du Dich an deinen aller ersten Film erinnern? Suse: Nein, an meinen ersten Film erinnere ich mich leider nicht… Aber alles hat angefangen 2005, da habe ich...
Systemkritisches Drama mit viel Herz und Humor
Kritik

Systemkritisches Drama mit viel Herz und Humor

eine Kritik zu „Sunshine"Mehr zu dem Schwangerschaftsrecht auf den Philippinen könnt ihr hier lesen. Sunshine steht auf der Turnmatte, auf ihrem Wettkampfsanzug prangt die philippinische Nationalflagge. Um sie herum wird alles still. Sie schließt die Augen, volle Konzentration. Musik setzt ein, Leute jubeln, Sunshine öffnet die Augen, lächelt und setzt zur Performance an. In die philippinische Nationalmannschaft zu kommen und bei Olympia bei der Rhythmischen Sportgymnastik für ihr Land anzutreten ist Sunshine’s (Maris Racal) größter Wunsch. Seit über 10 Jahren trainiert sie dafür täglich, alles dreht sich um den Sport und ihr Ziel ist zum Greifen nahe - als sie plötzlich im Training ohnmächtig wird und durch den danach heimlich gemachten Schwangerschaftstest erfährt, dass sie schwan...
Between Tradition and Self-determination
Hintergrund

Between Tradition and Self-determination

a review on "Uiksaringitara" With the world premiere of “Uiksaringitara” (The Wrong Husband), director Zacharias Kunuk returns to the Berlinale program after several years, attracting not only the attention of generation audience. Kunuk is considered one of the most important Inuit filmmakers and co-founded the first independent Inuit production company, Isuma. Isuma is intended to give Inuit filmmakers a platform and enable self-determination. Since the 1990s, Kunuk has been producing and directing films by, with and about Inuit and has won several awards. Like Kunuk's previous films, “Uiksaringitara” tells the story of people from the Inuit community: The story is set 4000 years ago in the Canadian Arctic region of Nunavut. Kaujak (Theresia Kappianaq) and Sapa (Haiden Angutimarik) ...
Zusammen wird alles gut!
Kritik

Zusammen wird alles gut!

eine Kritik zu "It's okay". Tanzen steht im Mittelpunkt von In-youngs (Lee Re) Leben. Auch ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter gibt ihr das Tanzen Trost und Gefühle von Stärke und Sicherheit, weil auch für In-youngs Mutter das professionelle Tanzen ein Traum war, den In-young ihr und sich selbst erfüllen möchte. Nach außen wirkt In-young immer glücklich und lebensfroh, innerlich muss sich die Teenagerin mit Problemen zurechtfinden, mit denen niemand in ihrem Alter konfrontiert werden sollte: Seit dem Tod lebt In-young alleine, hat keinen Vormund und versteckt sich vor dem Jugendamt, welches immer mal wieder an der Tür auftaucht. Mit ihrem kleinen Minijob in einem Convinience-Store lässt sich die Miete aber kaum stämmen, weshalb In-young aus der Wohnung fliegt und kurzerhand entschließt h...
Von starken Töchtern und Müttern
Hintergrund

Von starken Töchtern und Müttern

eine Kritik zu "Reinas" Lima, Peru, 1992. Politisch und wirtschaftlich steht das Land vor Krisen und Herausforderungen. Während die Wirtschaft in sich zusammenbricht und eine drastische Inflation die Bürger:innen belastet, stehen Terror und Gewalt auf der politischen Agenda. Im April 1990 stehen Wahlen an, die Alberto Fujimori mit seiner neu gegründeten Partei „Wechsel 90“ gewinnt. Er gilt in der Bevölkerung als politischer Außenseiter, der sich für die benachteiligte Gruppen einsetzt und gegen den Terrorismus und die Korruption vorgehen will. Den Terrorismus bekämpft er mit seiner Politik vermeindlich, indem Waffen an Gemeinden ausgegeben werden, um sich gegen den Terror wehren zu können. Zudem wird von exekutiver Seite nicht mehr gegen einen Grundterror vorgegangen, sondern vereinz...
Ein queerer Safer Space auf VHS
Kritik

Ein queerer Safer Space auf VHS

eine Kritik zu Huling Palabas 2001 in Roblon, einer kleinen Inselprovinz auf den Philippinen. Der 16-jährige Andoy (Shun Mark Gomez) steht vor den letzten Prüfungen seiner Schulzeit, was mit vielen Veränderungen in seinem Leben einher geht. Um so mehr genießt er die letzte Zeit mit seinem besten Freund Pido (Bon Andrew Lentejas). Täglich holt Pido Andoy mit seinem rot-braunen, rostigen Fahrrad von der Schule ab und sie fahren zum nächsten Filmverleih des Ortes, um Stunden damit zu verbringen sich die Filmbeschreibungen der VHS-Kassetten durchzulesen und zu überlegen welche Filme sie wohl ausleihen und abspielen würden, wenn sie nur einen VHS-Player hätten. Fast jeden Abend gehen die beiden zu einem Freund, der in seinem Haus auf seinem kleinen Fernseher Filme zeigt. Die Filme geben Ando...
Zwischen Dokumentation und Fiktion
Kritik

Zwischen Dokumentation und Fiktion

Eine Kritik zu Ramona An English summary can be found below. Santo Domingo, Dominikanische Republik. Es wird ein Film über eine schwangere 15-Jährige gedreht, die als Filmstar durchstarten möchte. Die Hauptrolle soll von Camila gespielt werden, die mit einigen jungen Müttern und schwangeren Mädchen aus der Umgebung spricht, um sich besser in ihre Rolle hineinversetzen zu können. Immer mehr bekommt sie das Gefühl, um authentisch die Rolle spielen zu können müsse man die Situation der jungen Schwangerschaft selber durchlebt haben, und dass eine ihrer Gesprächspartnerinnen dafür viel besser geeignet sei. Und so rücken die Gesprächspartnerinnen immer mehr in den Mittelpunkt der Dreharbeiten. Der Film „Ramona" beginnt dokumentarisch. Wir sehen Szenen von Proben und Fittings und begleiten Cami...
The Paradox of Freedom
Kritik

The Paradox of Freedom

A comment on Le Paradis German version here. Not completely fit i’m already thinking about not going to the premiere of „Le Paradis“ (The Lost Boys) on sunday afternoon. As the film is only 83 minutes long i decide to go there after all, without any expectations. But already within the first scenes of the film I know that it was the right decision and I am very happy that I went there. "Le Paradis" touches me from the first minutes to the last second. Two and a half days later, I'm still so excited that I book a ticket for the last screening on Friday afternoon so that I can see Zeno Graton's feature film debut once again. Overall, "Le Paradis“ tells a story about two people in love - nothing unusual - but the place where the story is set is. Because Joe (Khalil Gharbia) and William (Jul...